Pyrotechnik für Schreckschusswaffen Ratgeber

Letztes Update: 12. März 2021

pyrotechnik schreckschusswaffe

Schon bei den alten Germanen war es ein schöner Brauch, mit Lärm und Licht böse Geister zu vertreiben. In der heutigen Zeit wurde dieser Brauch von Pyrotechnikern bis ins kleinste Detail perfektioniert. Jahr für Jahr erleuchten Tausende Silvesterraketen und sonstige wundervolle bunte Lichtspiele den Himmel über Deutschland. Mittlerweile ist es üblich, Pyrotechnik mit einer sogenannten Schreckschusswaffe hoch in den Himmel zu schießen.

Richtiger Umgang mit der Schreckschusswaffe ist zwingend notwendig

Um tragische Unfälle und schwere Verletzungen beim Abschuss von Pyrotechnik zu verhindern, ist die richtige Handhabung der Schreckschusswaffe enorm wichtig. Wer sich dazu entschieden hat, Raketen, Pfeifpatronen und sonstige Lichtspiele an Silvester mittels einer Schreckschusspistole hoch in die Luft zu befördern, sollte nicht unter dem Einfluss von Alkohol stehen.

Pyrotechnik stets senkrecht nach oben abfeuern

Wer Raketen, Goldflimmer, Silbersterne und sonstige Pyrotechnik in den Himmel schießen will, muss zwingend darauf achten, dass ausschließlich senkrecht nach oben geschossen werden darf. Darüber hinaus muss sich der Betreffende unbedingt davon vergewissern, dass sich in unmittelbarer Umgebung der Abschlussstelle keine leicht brennbaren Gegenstände oder sonstige Objekte befinden.

Rechtliche Bestimmungen zum Abfeuern von Pyrotechnik mit Schreckschusswaffen

Schreckschusswaffen lassen sich von echten Schusswaffen optisch nicht unterscheiden. Sie sind so konstruiert, dass sich mit ihnen keine scharfen Projektile abfeuern lassen. Dies ist durch die Integration von einem “Gaslauf” sichergestellt. Alternativ kann eine Schreckschusswaffe mit einer ähnlichen Vorrichtung bestückt sein.

Hierzulande dürfen legal nur Schreckschusswaffen verkauft werden, die mit einem PTB (Prüfsiegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt) und am zusätzlich am Verschluss der Waffe eingeprägten Kaliber gekennzeichnet sind. Schreckschusswaffen ohne dieses Siegel werden als scharfe Schusswaffen eingestuft. Durch den Besitz einer solchen Schreckschusswaffe macht sich der Besitzer strafbar.

Feuern mit einer Schreckschusswaffe bedarf immer einer behördlichen Erlaubnis. Dies gilt auch für das Abfeuern von Pyrotechnik in der Silvesternacht und zu vergleichbaren Anlässen. Weiterhin dürfen die Feuerwerkskörper nur auf dem eigenen, eingezäumten Grundstück verschossen werden. Auf einem anderen Gelände dürfen Feuerwerks-Raketen und Co. via Schreckschusswaffe nur mit Genehmigung des Grundstück- beziehungsweise Hausbesitzers abgefeuert werden. Die mit der Schreckschusswaffe abgefeuerte Pyrotechnik darf zudem das Grundstück nicht verlassen.

Pyrotechnik ganzjährig verschießen

Wer Pyrotechnik zum privaten Vergnügen mit seiner Schreckschusswaffe abfeuern will, benötigt einen entsprechenden Aufsatz für seine Schreckschusspistole. Dieser wird unter der Fachbezeichnung Pyro-Abschussbecher angeboten. Dieses Zubehör ist auch für Feuerwerke bei öffentlichen Veranstaltungen, private Partys, Hochzeitsfeiern etc. unverzichtbar.

Laute Knalleffekte nicht ausreichend?

Nicht jede Art Munition, die für Schreckschusswaffen angeboten wird, eignet sich als Feuerwerk zum Jahreswechsel. Wem ein lauter Knalleffekt nicht ausreicht, muss sich spezielle Schreckschussmunition kaufen. Diese ist zum Beispiel in Online Shops für Pyrotechnik erhältlich.

Angeboten werden zum Beispiel qualitativ hochwertige Signalsterne, die unvergleichliche Farbeffekte am Nachthimmel erzeugen. Mit speziell für Sylvester entwickelter Schreckschuss-Munition können clevere Zeitgenossen entspannt, stilvoll und elegant das neue Jahr begrüßen, während sich der Nachbar beim Abschießen konventioneller No-Name Feuerwerk Raketen die Haare rauft.

Spezielle Feuerwerksmunition mit hohem Spaßfaktor

Spezialisierte Online Shops bieten ihren Kunden ausschließlich Feuerwerk Silvester Munition für Schreckschusswaffen an, die mit Sicherheit für Fun sorgt. Pyrotechnik für die Silvesternacht ist wahlweise als Einzeleffekt oder als Komplettset bestellbar. Wer zum ersten Mal seine Schreckschusspistole zum Jahreswechsel aus dem Koffer holt, sollte sich bei der Auswahl der Pyrotechnik gleich einen für seine Schreckschusswaffe geeigneten Pyro-Abschussbecher mit dazu bestellen.

Beim Kauf eines Pyro-Abschussbechers muss unbedingt darauf geachtet werden, dass dieser mit der gleichen PTB-Nummer wie die Schreckschusswaffe gekennzeichnet ist. Das Produkt ist nur für dieses Waffenmodell zugelassen. Wer einen anderen Pyro-Abschussbecher auf seine Schreckschusswaffe schraubt, muss damit rechnen, dass die Munition im Pyro-Abschussbecher durchzündet.

Mehrfach Pyro-Abschussbecher sind eine spezielle Variante des Abschussbechers. Mit einem Mehrfach-Pyro-Abschussbecher lassen sich nicht nur eine einzelne Pyrotechnik-Patrone, sondern mehrere Patronen gleichzeitig abfeuern. Mehrfach-Abschussbecher sind für vier und fünf Pyro-Patronen erhältlich.

Signaleffekte und Signalmunition für Schreckschusswaffen

Für alle, denen es mehr Spaß macht, Pyrotechnik mit einer Signal- beziehungsweise Schreckschusswaffe zu verschießen, anstatt konventionelle Feuerwerksraketen in leere Flaschen zu stecken und abzufeuern, bieten Pyrotechnik Shops im Internet ein umfangreiches Sortiment

  • Rockets
  • Silvester Signalmunition
  • Leuchtkugeln
  • einzigartige Sortimente mit stimmungsvollen Goldkreiseln und Lichtwirbeln
  • Sets mit brillanten Polysounds, Multieffekten, Festivalsternen, Goldflimmer, zweistufigen Raketen mit Pfeif- und Farbeffekten

zum Verkauf an.

Welche Pyrotechnik-Munition darf mit einer Schreckschusswaffe verschossen werden?

Pyrotechnik, die der Klasse PM1 zugeordnet ist, darf ganzjährig mit Signal – oder Schreckschusspistolen verschossen werden. Dieser Kategorie sind zum Beispiel Vogelschreck-Knall, Ratter, Leuchtsterne und Pfeifer zugeordnet. Beim Verschießen von Pyrotechnik muss darauf geachtet werden, dass keine Ruhestörung erfolgt und dass die Geschosse das Grundstück nicht verlassen.

Quellen:

https://www.das.de/de/rechtsportal/rechtsfrage-des-tages/12/pyrotechnik-fuer-die-schreckschusswaffe.aspx

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